Bullshit-Bingo Alarm! Oder warum die Piraten im Rat jetzt für Stabilität in Köln stehen.

Stabil, loyal, zuverlässig, innovativ, vertragstreu, streberhaft, verantwortungsbewusst! Oder kurz: Berechenbare Kommunalpolitik. Mit solchen Attributen haben uns in der Vergangenheit nur wenige verbunden. „Stichworte für Bullshit-Bingo“, würden vielleicht einige sagen, aber tatsächlich sind es Tugenden, mit denen selbst der politischen Gegner uns gelegentlich jetzt in Köln bezeichnet.

Ich gehe sogar soweit, dass wir in der aktuellen Situation die einzig berechenbare Konstante sind. Im Augenblick kann jeder mit jedem. GroKo, Jamaika, Kölsche Volksfront, Ampel… Die Diskussion um die Suche nach Mehrheiten im Rat zeigt, wie wichtig solche Eigenschaften auch darüber hinaus in einer zukünftigen und nachvollziehbaren Ratspolitik sind.

Denn was sind die ernsthaften Alternativen neben einer abwegigen Ampel und der zwar sympathischen, aber genauso unwahrscheinlichen „kölschen Volksfront“?

Eine GroKo, in der Sozial- und Christdemokraten gemeinsam nur aus Machtinteresse und im Gleichgang beim „Weiter so““ bleiben, wird bestimmt aus Rücksichtnahme und Angst der eigenen oder anderen Klientel niemanden auf die Füße treten. Vor dem Hintergrund der schwierigen Reformen, die in der Stadt anstehen und den mutigen Entscheidungen, die getroffen werden müssen, ist das die mit Abstand schlechteste Alternative für unsere Stadt. Um mal beim Bullshit-Bingo zu bleiben: Stillstand, kleine Schritte und zögerliches Handeln würden die Kölner Politik dauerhaft und nachhaltig bestimmen.

Perspektive: Permanentes Horrorszenario.

Jamaika … ein tolles Land, aber als politische Farbe ein strammer Weg ins bürgerlich- konservative Lager mit grünen Bedenkenträgern. Mehr wird es nicht geben, außer um wieder beim Bingo zu bleiben: Eine unberechenbare politische Ausrichtung, Unsicherheit und jede Menge dünnes Eis, auf dem zu unterschiedliche Koalitionäre agieren und einbrechen werden. Genau wie in den 2000er Jahren wird es grüne und bürgerliche Zerwürfnisse zwischen Basis und Fraktion geben. Diese Koalition stünde auf tönernen Füßen, wenn es mal wirklich schwierige Entscheidungen zu treffen gäbe.

Perspektive: Geringe Halbwertszeit.

Wechselnde Mehrheiten. Denkbar und nicht der schlechteste Fall, wie das vergangene Jahr nicht nur aus unserer Sicht gezeigt hat. 

Perspektive: Vermutlich nur kurzfristig. Der Wahlkampf ist vorbei und die Mehrheiten sind jetzt klar. Schade, diese Option bräuchte ernsthafte Unterstützer bei den Großen.

Für uns bleibt es realistisch bei Paprika! Die Absichtserklärung einer Tolerierung von Rot-Grün gilt für uns nach wie vor und wir sehen auch keinen Grund davon abzurücken. Ganz im Gegenteil ist sie die einzig stabile und langfristige Variante.

Bei uns steht drauf was auch drin ist… Das wundert richtig viele und ich persönlich hätte mir das vor einem Jahr noch nicht zugetraut, aber: Die Piraten im Rat sind im Augenblick die einzig berechenbare Komponente. Berechenbar für Köln und keine Mogelpackung. 

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